Ein Canon Plotter für CAD-Zeichnungen, Baupläne oder GIS-Karten stammt aus der imagePROGRAF TM-, TX- oder TC-Serie mit 4- bis 5-Farb-Pigmenttinte, nicht aus der GP- oder PRO-Serie. Am Ende hängt die Wahl meist an der Rollenbreite und daran, wie viel du druckst, und ob doch irgendwann Poster- oder FineArt-Qualität gefragt ist. Wir gehen die aktuelle Canon-Palette deshalb nach Einsatzzweck durch, von CAD bis Poster.
Ein Planungsbüro braucht etwas anderes als ein Poster-Shop. Und eine Vermessungsstelle oder ein FineArt-Produzent brauchen wieder etwas ganz anderes. Genau da unterscheiden sich die Canon-Serien am stärksten, und wer nur auf den Kaufpreis schaut, landet schnell beim falschen System und zahlt später bei Tinte, Medien oder Produktionsgeschwindigkeit drauf.
CAD- und GIS-Anwender drucken mit 4- bis 5-Farb-Pigmenttinte auf Formaten zwischen 61 und 91,4 Zentimetern Rollenbreite.
Poster-Shops und PoS-Produktion profitieren oft mehr von der 7-Farb-GP-Serie mit Sonderfarben als von einem reinen CAD-Plotter.
FineArt- und Fotodruck gehören technisch zur 12-Farb-PRO-Serie und damit zu einer eigenen Canon-Produktkategorie.
Welcher Canon Plotter passt zu CAD-Zeichnungen und GIS-Karten?
Für technische Zeichnungen, Baupläne und Kartenwerke listet Canon aktuell diverse CAD/GIS-Produkte. Das reicht vom kompakten TC-21 über die TM-Reihe (250/255, 340, 350/355) bis zu den großen TX-3200 und TX-4200.
Alle diese Modelle drucken mit 4- bis 5-Farb-LUCIA-TD-Pigmenttinte, wasserfest und CAD-tauglich auch auf Normalpapier. Genau das trennt sie von den anderen Serien: Die GP-Serie arbeitet mit 7 Farben, und die PRO-Serie hat gleich ein 12-Farb-System für Foto und FineArt. Für Planungsbüros und GIS-Anwendungen ist die TM/TX/TC-Familie technisch der richtige Startpunkt.
TM-250, TM-255, TM-350 und TM-355: Wo liegen die Unterschiede?
Die TM-Serie ist mit 5-Farb-LUCIA-TD-Tinte (Mattschwarz, Schwarz, Cyan, Magenta, Gelb) der Einstieg in ernsthafte CAD- und Poster-Produktion. TM-350 und TM-355 drucken laut Canon-Datenblatt mit 2.400 x 1.200 dpi Auflösung und Tintentanks in 130- oder 300-ml-Größe.
Modell |
Rollenbreite |
Tintensystem |
Typisches Einsatzprofil |
Sonderpreis (Stand Recherche) |
|---|---|---|---|---|
TC-21 / TC-21M |
24" / 61 cm |
4-Farb-Pigment |
Kompaktes CAD-Einstiegsgerät, zusätzlich Einzelblatt bis A4 |
699 € / 815 € |
TM-250 / TM-255 |
36" / 91,4 cm |
5-Farb-LUCIA-TD |
CAD- und Poster-Einstieg; TM-255 zusätzlich mit interner Festplatte |
1.499 € / 1.645 € |
TM-350 / TM-355 |
36" / 91,4 cm |
5-Farb-LUCIA-TD |
Etablierter Standard für Planungsbüros und GIS-Anwendungen |
2.545 € / 3.365 € |
TX-3200 |
36" / 91,4 cm |
5-Farb-LUCIA-TD |
Hochvolumen-CAD/GIS mit 500-GB-Festplatte und Hot-Swap-Tintenwechsel |
5.499 € |
TX-4200 |
44" / 111,8cm |
5-Farb-LUCIA-TD |
Für breitere Drucke als der TX-3200 |
5.947 € |
Der praktisch wichtigste Unterschied innerhalb der Einstiegsklasse betrifft TM-250 und TM-255: Der TM-250 verzichtet auf eine interne Festplatte, der baugleiche TM-255 bringt sie mit. Für Büros, die Druckaufträge lokal verwalten oder archivieren möchten, ist das ein reales Kriterium und mehr als nur Ausstattungskosmetik.
Gut zu wissen: Wer zwischen TM-250 und TM-255 schwankt, sollte vor allem auf die eigene Archivierungspraxis schauen. Ohne interne Festplatte gehen Druckaufträge nach dem Trennen vom PC verloren.
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TC-21 und TX-3200/TX-4200: Kompaktgerät oder Hochvolumen-System?
Der TC-21 ist mit 24 Zoll (61 cm) Rollenbreite und 4-Farb-Pigmenttinte der kompakteste Plotter im aktuellen Canon-Programm. Er verzichtet auf eine interne Festplatte, verarbeitet zusätzlich Einzelblätter bis DIN A4 und eignet sich damit für Homeoffice-Arbeitsplätze oder kleine Planungsbüros, die nur gelegentlich große Formate drucken.
Am anderen Ende der Skala steht der TX-3200 mit 36 Zoll Rollenbreite. Seine Eckdaten sprechen für Büros mit täglichem, planmäßigem Plandruck:
Geschwindigkeit: 3,3 CAD-Seiten pro Minute im DIN-A1-Format.
Tintentanks: wahlweise 160, 330 oder 700 ml Füllmenge.
Speicher: 500-GB-verschlüsselte Festplatte für Auftragsarchivierung.
Tintenwechsel: Hot-Swap ohne Unterbrechung des laufenden Drucks.
Spannend ist das auch für kreative Kleinserien: kleine Manufakturen und Designbüros nutzen TM- und TC-Modelle ebenso für Architektur-Prints, Stadtpläne oder Lehrmaterial. Die feine Linienauflösung kommt ursprünglich aus dem CAD-Bereich, macht sich aber auch bei solchen grafischen Kleinserien gut. Nur bei fotorealistischen Verläufen stößt sie an ihre Grenzen.
Reicht ein Plotter für Poster und PoS, oder ist die GP-Serie die bessere Wahl?
Für reine Strichzeichnungen, Baupläne oder Kartenwerke reicht ein TM- oder TX-Plotter meist aus. Sobald es um plakative Wirkung geht, also um kräftige Flächenfarben, Leuchtorange oder Fluoreszenz-Pink auf Schaufenster-Postern, wechselt Canon technisch in die GP-Serie mit deutlich mehr Tintenfarben.
Der GP-2000/4000 druckt mit 6 Pigmentfarben inklusive fluoreszierendem Pink und schafft laut Canon-Datenblatt ein DIN-A0-Poster in 44 Sekunden im Schnellmodus. Die GP-2600S, GP-4600S und GP-6600S arbeiten mit einem 7-Farb-LUCIA-PRO-II-System inklusive Orange und sind laut Canon gezielt für Einzelhandelsketten, Franchiseunternehmen und kleine Druckdienstleister positioniert.
Wer sein Poster-Sortiment eher aufbaut als schon in Serienproduktion fährt, findet in unserem Beitrag zum passenden Drucker für Poster-Shops eine tiefere Einordnung zwischen TC-21, TM-250, GP-2600S und PRO-2600 speziell für diese Zielgruppe.
Wann lohnt sich die PRO-Serie statt eines TM oder TX?
Sobald Fotoqualität oder Kunstreproduktion gefragt sind, gehört die Wahl in die PRO-Serie mit 12-Farb-LUCIA-PRO-II-Pigmenttinte. Der PRO-1100 erreicht als A2-Desktopdrucker mit Canon Photo Paper Pro Platinum eine geschätzte Lichtbeständigkeit von bis zu 200 Jahren, möglich macht das genau das 12-Farb-System, für das diese Serie gebaut ist.
Die GP-2600S/4600S/6600S-Reihe und die parallele PRO-2600/4600/6600-Reihe zeigen diesen Unterschied nebeneinander besonders deutlich: gleiche Gehäuse- und Formatklasse, 7 Farben für plakative Wirkung auf der einen, 12 Farben für Feinzeichnung und Farbtiefe auf der anderen Seite. Wer zwischen einem A2-System für FineArt-Einstieg und einem Epson-Pendant abwägt, findet dazu unseren Vergleich PRO-1100 vs. Epson SC-P900.
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Welches Canon-System passt zu welchem Nutzertyp?
Am Ende entscheidet der tatsächliche Druckalltag mehr als der Preis auf dem Papier. Ein Poster-Shop mit wachsendem Online-Geschäft braucht andere Reserven als eine Vermessungsstelle mit täglichem GIS-Kartendruck.
Poster-Shop im Aufbau: TC-21 oder TM-250 für den Einstieg, GP-2600S sobald mehr Farben und Serienproduktion gefragt sind.
Planungsbüro (Architektur, Ingenieurwesen): TM-350/355 als solider Standard, TX-3200/4200 bei täglichem Hochvolumen und mehreren Arbeitsplätzen.
GIS/Vermessung: TM-350 oder TX-3200 wegen der hohen CAD-Seiten-Geschwindigkeit und der internen Festplatte für Auftragsarchivierung.
Gewerblicher Eigenproduzent (FineArt/Foto): PRO-1100 als Einstieg, PRO-2600/4600 für größere Formate und höheres Volumen.
Unabhängig vom gewählten Modell übernehmen wir als Canon Gold Partner im Bereich Large Format Graphic Arts die projektbezogene Systemberatung und Installation. Softwareeinrichtung und Schulung sind nach Absprache ebenfalls Teil unseres Angebots. Gerade beim Wechsel von einem älteren System lohnt sich außerdem ein Blick auf das laufende Canon-Trade-In-Programm.
Trade-In 2026: Canon gewährt aktuell bis zu 1.500 Euro Bonus beim Wechsel auf ein neues Großformat- oder Produktionssystem, beim Umstieg von Wettbewerbssystemen wie Epson oder HP sogar den 1,5-fachen Bonus. Das Altgerät muss dafür nicht zurückgegeben werden. Details dazu in unserem Beitrag zum Canon-Systemwechsel 2026.
Die richtige Formatklasse zuerst, das Modell danach
Entscheidend ist am Ende die Formatklasse und die Tintenphilosophie dahinter. Grob gesagt: 4 bis 5 Farben stehen für saubere Linien und Wasserfestigkeit, 6 bis 7 Farben bringen die plakativen Sonderfarben, und die 12 Farben braucht es erst für echte fotografische Tiefe. Wenn du diese drei Ebenen einmal im Kopf hast, weißt du bei jedem neuen Canon-Modell sofort, wo es hingehört.
Häufige Fragen zu Canon Plottern
Kann ein Canon-Plotter auch Poster in Fotoqualität drucken?
Nein, dafür sind sie die falsche Kategorie. Die 4 bis 5 Farben der TM-, TX- und TC-Plotter zielen auf Linientreue und Wasserfestigkeit, ihr Farbraum ist deutlich enger als bei den 12-Farb-PRO-Systemen. Für plakative Poster mit kräftigen Flächen nimmst du besser die GP-Serie, für echte fotografische Feinzeichnung die PRO-Serie.
Was unterscheidet den TM-250 konkret vom TM-255?
Der einzige Unterschied ist die interne Festplatte. Der TM-250 hat keine, der baugleiche TM-255 bringt sie mit. Relevant wird das vor allem bei lokaler Druckauftragsverwaltung oder wenn Aufträge nach dem Trennen vom Rechner erhalten bleiben sollen.
