DIN-Formate geben vor, wie eine Bilddatei beschnitten und aufgelöst sein muss, damit der Druck später scharf und passgenau wirkt. Von A0 mit 841 × 1189 mm bis A10 mit 26 × 37 mm folgt jede Stufe demselben Seitenverhältnis, und genau das macht die Formatwahl für Druck und Papier so planbar.
A4 mit 210 × 297 mm ist das meistgenutzte Alltagsformat.
Jedes DIN-A-Format entsteht durch Halbieren der langen Seite bei gleichbleibendem Seitenverhältnis.
300 ppi gelten als Standardauflösung, etwa 2480 × 3508 Pixel für A4.
DIN-A-Formate von A0 bis A10: die Maßtabelle in mm und cm
Format |
Breite × Höhe in mm (Hochformat) |
Breite × Höhe in cm (Hochformat) |
|---|---|---|
A0 |
841 × 1189 |
84,1 × 118,9 |
A1 |
594 × 841 |
59,4 × 84,1 |
A2 |
420 × 594 |
42,0 × 59,4 |
A3 |
297 × 420 |
29,7 × 42,0 |
A4 |
210 × 297 |
21,0 × 29,7 |
A5 |
148 × 210 |
14,8 × 21,0 |
A6 |
105 × 148 |
10,5 × 14,8 |
A7 |
74 × 105 |
7,4 × 10,5 |
A8 |
52 × 74 |
5,2 × 7,4 |
A9 |
37 × 52 |
3,7 × 5,2 |
A10 |
26 × 37 |
2,6 × 3,7 |
Die Norm ISO 216 legt die Formate in ganzen Millimetern fest. Rechnerisch ergibt das fortlaufende Halbieren dagegen krumme Werte mit Nachkommastellen, die auf ganze Millimeter gerundet werden. Wenn Quellen bei den Zentimetern leicht abweichen, liegt das fast immer an zusätzlichem Runden: aus 84,1 cm werden 84 cm, aus 29,7 cm werden 30 cm.
Wie das DIN-System funktioniert: Halbierung und Seitenverhältnis 1:√2
Aus einem A0-Bogen mit 841 × 1189 mm entsteht A1, indem man die lange Seite halbiert. Auf demselben Weg wird aus A1 ein A2 und so weiter bis A10. Jede Stufe hat dabei die halbe Fläche der vorigen.
Das geht nur bei einem Seitenverhältnis von 1:√2, also rund 1:1,414. Halbiert man die lange Seite, entsteht ein kleineres Rechteck mit exakt demselben Verhältnis. Ein A4-Layout, das Sie auf 141 % vergrößern, füllt deshalb ein A3 ohne Rand und ohne Beschnitt. Umgekehrt führt 71 % von A3 zurück auf A4.
Wissenswert: A0 hat rund einen Quadratmeter Fläche, A4 davon ein Sechzehntel. Aus einem A0-Bogen ergeben sich also 16 Blatt A4, und von dieser Größe aus lässt sich jedes andere Format im Kopf abschätzen.
Im Querformat tauschen Breite und Höhe lediglich die Plätze, das Verhältnis 1:√2 bleibt gleich.
Foto-typische Sonderformate wie A3+: Warum das Halbieren hier nicht funktioniert
Neben der DIN-A-Reihe hat sich im Fotodruck ein eigenes Format etabliert, das nicht aus der Norm stammt: A3+ mit 329 × 483 mm, auch Super A3 genannt und bei vielen A3-fähigen Fotodruckern die größte nutzbare Druckfläche.
Anders als bei A0 bis A10 funktioniert hier das Halbieren nicht. A3+ entsteht nicht durch Teilen einer größeren Stufe im Verhältnis 1:√2, sondern durch einen zusätzlichen Rand rund um das A3-Maß. Wer eine A3+-Datei auf 50 % skaliert, landet deshalb nicht exakt bei A4 mit 210 × 297 mm, sondern bei einem leicht abweichenden Format mit sichtbarem Versatz.
Im Foto- und Rollendruck tauchen daneben weitere fototypische Formate auf, die ebenfalls außerhalb der DIN-Logik liegen.
10 × 15 cm als klassischer Fotoabzug.
13 × 18 cm, häufig für Alben und Rahmen.
20 × 30 cm als beliebtes Zwischenformat vor A3.
Diese Maße orientieren sich am Seitenverhältnis gängiger Kamerasensoren von 3:2 oder 4:3, nicht am DIN-Verhältnis 1:√2. Deshalb lässt sich aus keinem dieser Formate ein DIN-Maß durch einfaches Halbieren oder Verdoppeln ableiten.
Gut zu wissen: A3+ bringt bei vielen Fotodruckern Platz für einen weißen Rand zum Anfassen oder für randlosen Druck mit kleiner Sicherheitszugabe. Für die Dateivorbereitung zählt deshalb nicht das A3-Maß, sondern die tatsächliche A3+-Fläche von 329 × 483 mm.
Pixelmaße für A4, A3, A2 und A1 bei 300 ppi: scharf drucken ohne Rechnen
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Die Tabelle nennt die Pixelwerte für das Hochformat. Im Querformat vertauschen sich Breite und Höhe, die Megapixel-Zahl bleibt gleich.
Format |
Größe in mm |
Pixel bei 300 ppi (B × H) |
Megapixel (ca.) |
|---|---|---|---|
A4 |
210 × 297 |
2480 × 3508 |
8,7 |
A3 |
297 × 420 |
3508 × 4961 |
17,4 |
A3+ |
329 × 483 |
3886 × 5705 |
22,2 |
A2 |
420 × 594 |
4961 × 7016 |
34,8 |
A1 |
594 × 841 |
7016 × 9933 |
69,7 |
Für jedes Format, das in der Tabelle fehlt, gilt dieselbe Rechnung.
Formel: Pixel = Millimeter ÷ 25,4 × ppi. Mit ppi (pixel per inch) ist die Pixeldichte der Bilddatei in Pixeln pro Zoll gemeint, ein Zoll entspricht 25,4 mm. Der Begriff dpi (dots per inch) meint dagegen die Tintenpunkte, die ein Drucker auf das Papier setzt, und beschreibt keine Bildauflösung. Für die Dateivorbereitung zählt deshalb die Angabe in ppi. Rechnen Sie Breite und Höhe getrennt und runden Sie auf ganze Pixel.
300 ppi sind ein Richtwert für Drucke, die aus Armlänge betrachtet werden. Je größer der Druck, desto größer in der Regel der Betrachtungsabstand. Bei A2 und darüber genügen deshalb häufig rund 200 bis 240 ppi, bei Postern ab A1 teils sogar 150 ppi. Halbe Auflösung heißt dabei halbe Pixelzahl je Kante und ein Viertel der Daten.
Anders sieht es bei Prints mit feinen Strukturen aus, vor denen Betrachter nah stehen, etwa Landschaften mit viel Detail in A2. Hier bleibt 300 ppi das sichere Ziel, deutlich mehr bringt im Fotodruck meist keinen sichtbaren Gewinn.
Welches Format wofür: von der Bewerbungsmappe bis zum Ausstellungsdruck
A4 ist das Alltagsformat für Bewerbungsmappen und Dokumente, bei Fotos dient es oft als Probeformat für Farbe und Bildwirkung.
A3 ist die klassische Portfoliogröße: Ein Bild hat genug Fläche zum Wirken, und die Mappe bleibt handlich. Viele Fotodrucker und Papiere gibt es zusätzlich als A3+ mit 329 × 483 mm, das Platz für einen Rand lässt. Wer ein Portfolio vorbereitet, findet die Pixelwerte und Druckhinweise zu DIN A3 in einem eigenen Beitrag.
Ab A2 beginnt das Ausstellungsformat. Hier hängen Prints in Galerien oder bei Wettbewerben, und A1 ist die nächste Stufe für Wandflächen, die mehr Präsenz brauchen. Für die Vorbereitung eines solchen Drucks gibt es Größe und Pixelmaße von DIN A2 ausführlich aufbereitet.
Häufige Fragen zu DIN-Formaten
Wie viele Megapixel braucht meine Kamera für einen A2-Druck?
Für 300 ppi rund 35 Megapixel, für 200 ppi gut 15 Megapixel. Eine Kamera mit 24 Megapixel erreicht bei A2 etwa 240 ppi, was für viele Drucke ausreicht.
Was ist der Unterschied zwischen DIN A, B und C?
A ist die Standardreihe für Papier und Drucke, B liegt jeweils zwischen zwei A-Stufen. C gehört zu Umschlägen: Ein C4-Umschlag mit 229 × 324 mm nimmt ein flaches A4-Blatt auf.
Wie viele Pixel braucht ein A0-Druck bei 300 ppi?
Rund 9933 × 14043 Pixel, also etwa 140 Megapixel. Das ergibt sich aus 841 mm und 1189 mm, geteilt durch 25,4 und multipliziert mit 300. Bei Postern dieser Größe reicht meist eine deutlich geringere Auflösung.
Passt ein Kameraformat im Seitenverhältnis 3:2 genau auf DIN A?
Nein. Kameras liefern 3:2 (1,5), DIN-Formate liegen bei rund 1,41. Entweder wird die lange Seite leicht beschnitten oder der Druck bekommt einen Rand; den Zuschnitt legen Sie am besten selbst im Bildprogramm fest.
Lässt sich eine zu kleine Datei für A2 hochrechnen?
Meistens ja, solange die Vergrößerung moderat bleibt. Wie weit das trägt, hängt von Motiv und Betrachtungsabstand ab. Ein kleiner Testdruck eines Bildausschnitts zeigt es zuverlässig.
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