Den passenden ICC-Profil-Download findest du beim Hersteller deines Papiers oder Druckers, und von dort führt der Weg in wenigen Schritten in den Systemordner deines Rechners. Danach wählst du das Profil beim Drucken in Photoshop oder Lightroom aus, fertig ist die Einrichtung für diese eine Drucker-Papier-Kombination.
Canson Infinity, Hahnemühle, Canon und ILFORD bieten jeweils eigene Download-Bereiche für ihre Profile an.
Unter Windows installierst du per Rechtsklick auf die Profildatei, unter macOS ziehst du sie in Library/ColorSync/Profiles.
Genau eine Stelle darf die Farben umrechnen, entweder Photoshop beziehungsweise Lightroom oder der Druckertreiber.
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ICC-Profil-Download bei Canson, Hahnemühle, Canon und ILFORD: der Überblick
Gehe zuerst zum Hersteller deines Papiers, denn dort liegt das Profil für deine Drucker-Papier-Kombination. Der Druckerhersteller ist die zweite Station, falls du dort nicht fündig wirst.
Hersteller |
Was du brauchst |
Download-Ort und Weg |
Besonderheit |
|---|---|---|---|
Canson Infinity |
Druckermodell und Papiersorte |
Auf der ICC-Profile-Seite von Canson Infinity wählst du beide im Dropdown aus. |
Du erhältst das Profil gemeinsam mit der passenden Druckerkonfigurationsdatei. |
Hahnemühle |
Druckerhersteller, genaues Modell und Papiergruppe |
Im Download Center wählst du der Reihe nach Hersteller, Modell und Papiergruppe. |
Installationsanleitungen in mehreren Sprachen kommen automatisch mit. Ältere Drucker haben ein eigenes Archiv, HARMAN-by-Hahnemühle-Profile eine eigene Unterseite. Für die RIP-Software Mirage gibt es Mediapakete pro Druckermodell. |
ILFORD |
Exakte Papierbezeichnung |
Die Profile findest du im Profilbereich der ILFORD-Website. Die Installationsanleitung als PDF liegt gesondert vor. |
Das PDF führt dich für Windows und macOS durch die Installation, inklusive der Systempfade. |
Halte vor dem Öffnen der Download-Seite dein Druckermodell und die exakte Papierbezeichnung bereit. Auch das Papiergewicht hilft bei der Auswahl, denn viele Serien gibt es in mehreren Grammaturen, und jede hat ihren eigenen Eintrag.
ICC-Profil unter Windows installieren: Schritt für Schritt
Unter Windows genügen ein Rechtsklick und ein Neustart des Bildbearbeitungsprogramms. Wenn du den Weg lieber selbst gehst, kopierst du die Datei in den Systemordner für Farbprofile.
Entpacke die ZIP-Datei. Das Profil hat meist die Endung .icc oder .icm.
Schließe Photoshop und Lightroom, damit sie die Profilliste beim nächsten Start neu einlesen.
Klicke mit der rechten Maustaste auf die Profildatei und wähle „Profil installieren“.
Alternativ kopierst du die Datei von Hand nach C:\WINDOWS\system32\spool\drivers\color. Für diesen Ordner verlangt Windows möglicherweise Administratorrechte.
Starte dein Programm neu und öffne den Druckdialog. Das Profil sollte nun in der Auswahlliste stehen.
Falls nicht, öffne die Windows-Farbverwaltung über die Startmenü-Suche und prüfe in der Profilliste, ob die Datei auftaucht.
ICC-Profil unter macOS installieren: der Weg über ColorSync
Auf dem Mac legst du die Datei im Ordner ColorSync ab. Der Weg dorthin ist die einzige Hürde, denn der Library-Ordner ist seit macOS 10.7 standardmäßig versteckt und eventuell schreibgeschützt.
Entpacke die ZIP-Datei und schließe Photoshop und Lightroom.
Öffne den Finder. Halte im Menü „Gehe zu“ die Options-Taste gedrückt, dann erscheint der Eintrag „Library“.
Navigiere zu Library, dann ColorSync, dann Profiles.
Ziehe die Profildatei in den Ordner Profiles. Wenn macOS nach deinem Passwort fragt, bestätige es.
Starte dein Programm neu. Im Druckdialog sollte das Profil jetzt in der Liste stehen.
Den Library-Ordner in deinem Benutzerordner nutzt nur dein Konto, der Systemordner gilt für alle Nutzer des Macs. Für den Alltag eines einzelnen Fotografen reicht der Benutzerordner.
Profil beim Drucken zuweisen: Photoshop, Lightroom und die richtige Farbverwaltung
Beim Drucken darf genau eine Stelle die Farben umrechnen. Ob das Programm oder der Druckertreiber diese Aufgabe übernimmt, legst du im Druckdialog fest. Die Bezeichnungen der Menüs können sich je nach Programmversion leicht unterscheiden.
Programm verwaltet Farben oder Drucker verwaltet Farben
Für ein heruntergeladenes Papierprofil empfehle ich „Photoshop verwaltet Farben“ beziehungsweise in Lightroom die Auswahl des Profils im Druckauftrag. Das Profil wählst du in Photoshop als Druckerprofil. In Lightroom aktivierst du es zuerst über „Andere“, damit es in der Liste erscheint. Im Druckertreiber schaltest du dann die Farbanpassung aus, sonst rechnen zwei Instanzen nacheinander.
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Wenn du dein Bild für den Druck vorbereitest, fällt die Wahl leichter, denn Auflösung, Farbraum und Format greifen ineinander.
Rendering Intent: perzeptiv oder relativ farbmetrisch, und Tiefenkompensierung
Der Rendering Intent bestimmt, wie Farben umgerechnet werden, die dein Papier nicht erreicht. Canon empfiehlt in seiner Treiber-Farbverwaltung ausdrücklich „Perceptual“ (perzeptiv) für die beste Übereinstimmung zwischen Bildschirm und Druck. Perzeptiv staucht den gesamten Farbumfang sanft, sodass die Beziehungen zwischen den Farben erhalten bleiben.
Relativ farbmetrisch lässt Farben innerhalb des Papierumfangs unverändert und kappt alles darüber. Das passt, wenn dein Motiv ohnehin im druckbaren Bereich liegt. Im Softproof siehst du, ob das der Fall ist. Im Zweifel druckst du beide Varianten klein an und vergleichst.
Fachbegriff: Die Tiefenkompensierung (englisch Black Point Compensation) gleicht den Schwarzpunkt deines Bildes an den dunkelsten Wert an, den dein Papier wiedergeben kann. Ohne sie laufen dunkle Tonwerte zu, vor allem bei relativ farbmetrischer Umrechnung.
Profil erscheint nicht in der Liste oder Farben wirken flau: die häufigsten Fehler beheben
Fehlt das Profil, war das Programm beim Kopieren oft noch offen: neu starten und den Ordnerpfad prüfen.
Stimmt die Farbe nicht, passt das Profil vielleicht nicht zu Drucker und Papier: Dateiname und Media Type prüfen.
Warum jedes Papier ein eigenes Profil braucht und was AM1X-Dateien anders machen
Ein Profil pro Papier-Drucker-Kombination
Ein ICC-Profil bezieht sich auf eine exakte Kombination aus Drucker und Papier. Beide Komponenten müssen beim Download genau übereinstimmen. Jedes Papier hat einen leicht anderen Grundton, deshalb braucht jede Papierart ihr eigenes Profil.
AM1X-Mediendateien
Canons AM1X-Dateien sind keine einzelnen ICC-Profile. Die Dateien spielst du mit der separaten Software Media Configuration Tool in den Drucker beziehungsweise Treiber ein. Neben dem Farbprofil enthalten sie mechanische Einstellungen wie Tintenmengenbegrenzung und Papiervorschub.
Der Ablauf: Du installierst das Tool, wählst darin „Add/Update Media Information“ oder „Import“ und markierst die heruntergeladene .am1x-Datei. Schalte den Drucker vorher ein und verbinde ihn per USB oder Netzwerk, sonst erkennt das Tool kein Gerät. Danach steht das neue Papier im Treiber zur Verfügung.
Welches Format für dein Modell vorgesehen ist, zeigt die Download-Seite des Papier- oder Druckerherstellers. Gibt es dort für deine Kombination eine .am1x-Datei, installierst du diese über das Media Configuration Tool, ansonsten das klassische ICC-Profil.
Kein passendes Profil gefunden? So kommst du trotzdem zu stimmigen Farben
Als Übergangslösung kannst du im Drucker-Treiber einen allgemeinen Media Type wählen. Das ersetzt kein eigenes Profil, liefert aber einen brauchbaren Testdruck. Frag zusätzlich beim Papierhersteller nach, ob für dein Modell ein Profil in Arbeit ist.
Wer ohnehin mit einer RIP-Software arbeitet, findet bei Mirage von DINAX ein Plug-in für Photoshop und Lightroom sowie eine eigenständige Variante. Hahnemühle liefert dafür die passenden Mediapakete pro Druckermodell. Für Canon imagePROGRAF PRO-1000 und PRO-1100 gibt es die DINAX Mirage 2026 17“ Edition Canon, aktuell ab 308,21 EUR im Shop.
FAQ
Kann ich ein ICC-Profil für ein anderes, ähnliches Papier verwenden, wenn es für mein Papier keines gibt?
Selten sinnvoll, manchmal jedoch nötig. Jedes Papier hat einen anderen Grundton, deshalb weicht das Ergebnis meist sichtbar ab. Als Nothilfe taugt es für einen Testdruck, für das eigentliche Projekt solltest du das passende Herstellerprofil nutzen.
Muss ich nach einem Windows-Update oder macOS-Update die ICC-Profile neu installieren?
Meistens nein. Die Profile liegen als Dateien im Systemordner und bleiben bei normalen Updates erhalten. Fehlt eines nach einem großen Versionssprung, kopierst du die Datei einfach erneut hinein.
Wie erkenne ich, ob ein Profil speziell für mein Druckermodell oder nur generisch erstellt wurde?
Am Download-Weg: Bei Canson Infinity und Hahnemühle wählst du Druckermodell und Papier aus, das Profil gehört dann zu genau dieser Kombination. Steht auf der Seite nur eine Papierbezeichnung ohne Modell, ist Vorsicht geboten.
Kann ich ein ICC-Profil einfach kopieren, wenn ich einen zweiten, baugleichen Drucker im selben System nutze?
Ja, bei identischem Modell, gleicher Tinte und gleichem Papier passt dasselbe Profil. Mach trotzdem an dem zweiten Gerät einen kleinen Testdruck, um Abweichungen früh zu erkennen.
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