ILFORD Washi bringt jahrhundertealte japanische Papierkunst in den Inkjetdruck: von maschinell gefertigtem Torinoko 110 mit handgemachter Optik bis zu echtem, Blatt für Blatt handgeschöpftem Tesuki-Washi aus der Region Echizen. Bei allen 13 Varianten der ILFORD GALERIE Washi-Kollektion geht es im Kern immer um dasselbe: Soll jedes Blatt gleich aussehen, oder darf jedes seine kleine Abweichung haben?
Die Wahl hängt vor allem an drei Dingen: wie das Papier gemacht wird, was es kostet und welches Motiv am Ende wirklich davon profitiert.
Washi Torinoko 110 wird maschinell auf einer japanischen Tanmo-Maschine gefertigt und kostet ab rund 36 Euro für ein A4-Paket mit 25 Blatt.
Tesuki-Washi Echizen 110 ist echtes handgeschöpftes Papier aus 40 Prozent Kozo und 60 Prozent Hanf, mit Preisen ab etwa 65 Euro für zehn A4-Blatt.
Das neue Tesuki-Washi Hokusai 210 bringt mit 210 g/m² und 480 Mikron die dickste Washi-Variante der Kollektion.
Was ist Washi-Papier und was unterscheidet es von Baumwollpapier?
Washi ist die japanische Bezeichnung für Papier aus den Fasern von Kozo (Maulbeerbaum), Mitsumata und Gampi, das in Japan seit über 1.000 Jahren gefertigt wird, ursprünglich vollständig von Hand (traditionelle Papierherstellung mit jahrhundertealter Geschichte). Klassische FineArt-Papiere bestehen dagegen meist aus Baumwoll- oder Zellstofffasern und bringen eine andere Oberfläche und Griffigkeit mit.
Die langen, robusten Bastfasern von Kozo geben Washi seine typische, leicht changierende Oberfläche und eine gewisse Transluzenz, die glatte Cotton-Rag-Papiere nicht haben. Kozo dominiert dabei den heutigen Washi-Markt: Ein unabhängiger Testbericht beziffert den Anteil auf rund 90 Prozent des heute produzierten Washi (Testbericht zu ILFORD Tesuki-Washi Echizen).
Kurz erklärt: "Tesuki" bezeichnet in Japan Papier, das Blatt für Blatt einzeln von Hand aus der Bütte geschöpft wird. Papier ohne diesen Zusatz im Namen, wie Torinoko, kann trotz Washi-Fasermischung maschinell gefertigt sein.
Ob handgeschöpft oder aus der Maschine, das ist bei der Washi-Kollektion die entscheidende Frage. Und genau das macht sich beim Preis pro Blatt bemerkbar.
ILFORD GALERIE Washi Torinoko 110: maschinelle Fertigung mit handgemachter Optik
Washi Torinoko 110 basiert auf der Papiertradition der Region Echizen, die auf über 1.500 Jahre Papiergeschichte zurückblickt, wird aber auf einer spezialisierten japanischen Tanmo-Maschine gefertigt (ILFORD GALERIE Washi Torinoko 110 im Shop). Das Ergebnis ist ein reproduzierbares Papier mit sichtbarer Faserstruktur, ohne die Schwankungen einzelner Bögen, die bei echter Handschöpfung entstehen.
Mit 110 g/m² und 170 Mikron Stärke liegt Torinoko im mittleren Gewichtsbereich. Es ist matt, mit einer Opazität von über 90 Prozent, säurefrei und ohne optische Aufheller gefertigt. Zur Blattware kommt Torinoko 110 zusätzlich als Rolle in 61 Zentimeter (24 Zoll) und 111,8 Zentimeter (44 Zoll) Breite, jeweils mit 15 Metern Länge, was es auch für größere Serien oder Ausstellungsdrucke praktikabel macht.
Preislich bewegt sich Torinoko 110 im FineArt-Partner Shop derzeit zwischen rund 36 Euro für ein A4-Paket mit 25 Blatt und über 327 Euro für eine 44-Zoll-Rolle (Sonderpreise, Stand Recherche, nicht dauerhaft gültig). Aktuelle Preise und Verfügbarkeit findest du direkt in der Produktübersicht zu Washi Torinoko 110.
Praxistipp: Ein unabhängiger Testbericht beschreibt, dass Drucke auf Washi Torinoko tendenziell etwas wärmer wirken als die Originaldatei am Bildschirm. (Testbericht zu Washi Torinoko).
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Tesuki-Washi: echtes handgeschöpftes Papier aus Echizen, von Echizen 110 bis Hokusai 210
Tesuki-Washi Echizen 110 wird tatsächlich Blatt für Blatt von Hand geschöpft, aus einer Fasermischung von 40 Prozent Kozo und 60 Prozent Hanf (Tesuki-Washi Echizen 110 im Shop). Bei gleicher Grammatur von 110 g/m² bringt es mit 290 Mikron deutlich mehr Kaliper mit als das maschinell gefertigte Torinoko, spürbar griffiger und mit stärker sichtbarer Faserstruktur.
Die Formate A3+ und A1 sind zusätzlich mit gerissenem Büttenrand (Deckle Edge) erhältlich, alle übrigen Formate kommen mit glatten Kanten. Der Preis liegt entsprechend der handwerklichen Fertigung spürbar höher als bei Torinoko: Ein A4-Paket mit 10 Blatt kostet rund 65 Euro, ein A2-Paket mit 10 Blatt über 233 Euro (Sonderpreise, Stand Recherche).
Mit dem Tesuki-Washi Hokusai 210 hat ILFORD die Kollektion kürzlich um die bislang schwerste Variante erweitert: 60 Prozent Hanffasern, 40 Prozent Kozo, 210 g/m² und eine außergewöhnliche Stärke von 480 Mikron, ebenfalls säurefrei und ohne optische Aufheller. Auch Hokusai 210 ist mit Büttenrand in den Formaten A1+, A2, A3+ und A4 gelistet. Das Papier ist erst frisch im Sortiment, die aktuellen Preise findest du deshalb am besten direkt auf der Produktseite zu Tesuki-Washi Hokusai 210.
Welche Drucker und ICC-Profile passen zu ILFORD Washi-Papieren?
ILFORD GALERIE Washi-Papiere sind mit den meisten gängigen Pigment-Tintenstrahldruckern kompatibel, darunter Modelle von Epson, Canon und HP. Damit die Farben stimmen, brauchst du die passenden ICC-Profile. Die stellt ILFORD zum Download bereit (Übersicht zu ILFORD GALERIE Inkjet-Papieren).
Washi zwischen Manufaktur und Serienfertigung: was für wen zählt
Die Nachfrage nach texturierten, matten Naturfaser-Papieren mit handgemachter Anmutung wächst: Ein US-amerikanischer Fine-Art-Print-Dienstleister zählt sie aktuell zu den meistverkauften Kategorien, weil Käufer zunehmend Authentizität und einen handgemachten Charakter bei Kunstdrucken schätzen (Trendbeobachtung zu FineArt-Papieren). Wie stark sich das eins zu eins auf den deutschen Markt übertragen lässt, bleibt offen, die Richtung deckt sich aber mit dem wachsenden Interesse an Washi, das wir auch in Beratungsgesprächen beobachten.
Am Ende bleibt die Wahl eine Frage von Budget, Auflage und Anspruch. Torinoko 110 eignet sich für Serien und größere Formate, bei denen jeder Print gleich aussehen soll. Tesuki-Washi Echizen und Hokusai 210 passen zu einzelnen Arbeiten, bei denen jedes Blatt seine eigene, leicht andere Textur zeigen darf.
Wenn du unsicher bist, welche Variante zu deinem Motiv, deinem Drucker und deinem Budget passt, schau vor einem größeren Paket lieber nochmal in unsere Produktseiten oder ruf kurz für ein Beratungsgespräch an.
Häufige Fragen zu ILFORD Washi-Papieren
Ist ILFORD Washi-Papier einseitig oder beidseitig bedruckbar?
Nur die Vorderseite, und die erkennst du meist an der glatteren, gleichmäßigeren Oberfläche. Die Rückseite bleibt unbeschichtet und zeigt die rohe Faserstruktur des Papiers deutlicher.
Was kostet ILFORD Washi-Papier im Vergleich zu anderen FineArt-Papieren?
Die Preisspanne reicht von rund 36 Euro für ein A4-Paket Torinoko 110 mit 25 Blatt bis über 327 Euro für eine 44-Zoll-Rolle. Handgeschöpftes Tesuki-Washi Echizen 110 kostet je nach Format zwischen etwa 65 Euro (A4, 10 Blatt) und über 233 Euro (A2, 10 Blatt), spürbar mehr pro Blatt, weil jedes Blatt einzeln von Hand geschöpft wird.
Ist ILFORD Washi-Papier lichtbeständig und archivfest?
Eine unabhängige Archivbeständigkeitsprüfung speziell für diese Papierlinie gibt es bislang nicht, deshalb lässt sich keine konkrete Jahreszahl seriös nennen. ILFORD führt seine Washi-Papiere allerdings als säurefrei und frei von optischen Aufhellern, was sich grundsätzlich positiv auf die Langlebigkeit auswirkt.
Woran erkenne ich, ob ein Format mit Büttenrand (Deckle Edge) erhältlich ist?
Bei Tesuki-Washi Echizen 110 sind die Formate A3+ und A1 mit gerissenem Büttenrand gelistet, alle anderen Formate haben glatte Kanten. Bei Tesuki-Washi Hokusai 210 stehen die Formate A1+, A2, A3+ und A4 mit Büttenrand zur Verfügung. Am schnellsten siehst du das direkt im Shop auf der jeweiligen Produktseite.

