Washi-Papier kaufen: japanische FineArt-Papiere & Sorten

Washi-Papier für den Inkjet-Fine-Art-Druck gibt es bei FineArt-Partner in mehreren Sorten: vom maschinell gefertigten ILFORD Washi Torinoko 110 bis zur handgeschöpften Tesuki-Washi-Echizen-Serie, seit 2026 ergänzt um drei neue Varianten. Alle Papiere sind ILFORD-beschichtet, pigmentdruckfähig und direkt über die passenden Produktseiten bestellbar. Die Unterschiede liegen vor allem in Oberfläche, Grammatur und Bildwirkung.

Wer „Washi Papier kaufen“ googelt, landet zuerst meist beim bunten Bastel-Washi fürs Scrapbooking. Hier geht es um ILFORD-beschichtete Japanpapiere, die für Pigment- und Dye-Tintenstrahldrucker entwickelt wurden und sich wie ein reguläres Fine-Art-Papier bedrucken lassen, nur dass die Faser hier deutlich sichtbarer ist und dem Bild mehr Charakter gibt.

Im Grunde musst du dir nur zwei Dinge überlegen: wie viel sichtbare Struktur dein Motiv verträgt und ob du zu einem etablierten Papier greifst oder zu einer der ganz neuen 2026er-Varianten.

  • Torinoko 110 entsteht maschinell auf einer traditionellen Tanmo-Maschine und liefert reproduzierbare Ergebnisse für Editionen.

  • Die Tesuki-Washi-Echizen-Serie wird Blatt für Blatt handgeschöpft aus Kozo- und Hanffasern.

  • Drei neue Tesuki-Washi-Papiere (Yanase, Pearlescent, Hokusai) sind aktuell nur als Vorbestellung gelistet.

  • Alle Papiere sind für gängige Pigment-Inkjetdrucker ausgelegt und lassen sich mit ICC-Profilen exakt einbinden.

Welche ILFORD-Washi-Papiere gibt es aktuell im Sortiment?

Im Sortiment von FineArt-Partner stehen aktuell zwei Washi-Familien: das maschinell gefertigte Washi Torinoko 110 und die handgeschöpfte Tesuki-Washi-Echizen-Serie mit inzwischen mehreren Varianten. Die folgende Tabelle ordnet sie nach Grammatur, Charakter und typischer Bildwirkung ein.

Papier

Grammatur / Stärke

Charakter

Typische Bildwirkung

Washi Torinoko 110

110 g/m²

Maschinell, fein texturiert, matt

Ruhige, atmosphärische Motive, reproduzierbare Editionen

Tesuki-Washi Echizen 90

90 g/m², 230 µm

Handgeschöpft, matt, strukturiert

Klassische Washi-Optik mit sichtbarer Faser

Tesuki-Washi Echizen Smooth 90

90 g/m²

Handgeschöpft, weichere Oberfläche

Ruhigere Tonwertabstufungen, dezentere Struktur

Tesuki-Washi Echizen Warmtone 90

90 g/m²

Handgeschöpft, warmer Grundton

Klassische S/W-Anmutung, harmonische Farbmotive

Tesuki-Washi Echizen Pearl 110

110 g/m²

Handgeschöpft, Sparkle-Beschichtung

Handwerkliche Textur mit dezentem Schimmer

Tesuki-Washi Yanase 120

120 g/m², 300 µm

Handgeschöpft, rein matt, ohne Schimmer

Natürliche Faserstruktur ohne Glanzeffekt

Tesuki-Washi Pearlescent 120

120 g/m², 300 µm

Handgeschöpft, Sparkle-Beschichtung

Schimmer, braucht meist mehr Bilddichte

Tesuki-Washi Hokusai 210

210 g/m², 480 µm

Handgeschöpft, sehr voluminös

Papier als Teil des Objekts, nicht nur Bildträger

Washi Torinoko 110: maschinell gefertigt, handgemacht in der Wirkung

Torinoko 110 entsteht nicht Blatt für Blatt von Hand, sondern auf einer traditionellen japanischen Tanmo-Maschine, die dem Papier trotzdem eine handgemachte Optik verleiht. Für dich heißt das gleichmäßigere, besser reproduzierbare Ergebnisse, wenn du eine ganze Edition in identischer Qualität drucken willst. Ein unabhängiger Papiertest beschreibt das Papier als eigenständigen Charakter mit leicht wärmerer Farbwiedergabe und einem lebendigen Mattlook, der besonders ruhigen, atmosphärischen Motiven zugutekommt. Torinoko 110 ist außerdem als Rolle in 24 Zoll und 44 Zoll erhältlich.

Tesuki-Washi Echizen: handgeschöpftes Kozo-Hanf-Papier in vier Varianten

Die Tesuki-Washi-Echizen-Serie besteht aus echtem, handgeschöpftem Japanpapier mit 40 Prozent Kozo- und 60 Prozent Hanffasern. Die Grundvariante Echizen 90 zeigt eine matte, glatt strukturierte Oberfläche. Wer eine ruhigere, harmonischere Tonwertabstufung ohne so viel sichtbare Struktur sucht, findet sie in der Smooth-Variante mit weicherer Oberfläche. Warmtone bringt stattdessen einen dezent warmen Grundton mit, der Schwarzweiß-Abzüge klassisch wirken lässt und auch Farbmotive angenehm einbettet. Pearl 110 ergänzt die Reihe um eine spezielle ILFORD-Beschichtung mit leichtem Schimmer-Effekt, die handwerkliche Textur mit einer lichtreflektierenden Oberfläche verbindet.

Neu 2026: Tesuki-Washi Yanase, Pearlescent und Hokusai

Seit Ende Juli 2026 listet FineArt-Partner drei weitere handgeschöpfte Tesuki-Washi mit einer Fasermischung aus 60 Prozent Hanf und 40 Prozent Kozo: Yanase 120, Pearlescent 120 und Hokusai 210. Yanase 120 zeigt eine helle, weiße Basis mit rein matter, natürlicher Faserstruktur ohne Schimmereffekt. Pearlescent 120 trägt dieselbe Fasermischung, kombiniert sie aber mit der ILFORD-Beschichtung „Sparkle Effect“. Hokusai 210 ist mit 210 g/m² und 480 µm Stärke das schwerste und voluminöseste Washi im gesamten Sortiment und eignet sich für Arbeiten, bei denen das Papier selbst Teil des Objekts werden soll. Laut ProfiFoto sind alle drei Papiere zum Zeitpunkt der Ankündigung noch nicht regulär in Deutschland eingeführt.

Wichtig zur Verfügbarkeit: Yanase 120, Pearlescent 120 und Hokusai 210 stehen im Shop aktuell nur mit dem Status „Vorbestellung“. Der dort hinterlegte Preis von 10 Euro ist ein technischer Platzhalter, kein regulärer Marktpreis. Prüfe vor dem Kauf immer die aktuelle Verfügbarkeit und den tatsächlichen Preis auf der jeweiligen Produktseite.

ILFORD Washi Papiere

Handgeschöpfte Japanische Künstlerpapiere für den Inkjet-Druck. Mit besonderen Oberflächen und natürlichen Rändern.

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Was macht Washi als Naturfaserpapier so besonders?

Washi besteht traditionell aus den Fasern von Kozo, Mitsumata und Gampi statt aus normalem Zellstoff, was dem Papier seine unregelmäßige, teils leicht transluzente Struktur gibt. Die Fasern werden nahezu chemikalienfrei verarbeitet, das Papier bleibt säure- und ligninfrei und hält deshalb über Jahrzehnte, ohne nachzudunkeln oder brüchig zu werden. Bei Portfolio- und Ausstellungsdrucken greifst du deshalb gern zu Washi, wenn Archivfestigkeit genauso zählt wie die Optik.

Die Region Echizen, aus der die Tesuki-Washi-Serie stammt, zählt zu Japans drei bedeutendsten Washi-Regionen und verbindet über 1.500 Jahre Papiertradition mit moderner Inkjet-Technologie. Die UNESCO hat die Handwerkskunst des japanischen Büttenpapiers 2014 in die Liste des immateriellen Kulturerbes aufgenommen und diese Anerkennung 2025 erweitert, wobei sich die Auszeichnung namentlich auf drei andere Techniken bezieht, nicht direkt auf Echizen. Wie die einzelnen Fasern verarbeitet werden, was Washi historisch von westlichem Papier unterscheidet und was die Beschichtungen und Sparkle-Effekte konkret für deinen Print bedeuten, erklären die Hintergrundartikel „ILFORD Washi im FineArt-Druck“ und „Was macht ILFORD Washi Papiere so besonders...?“ ausführlicher.

Für welche Motive eignet sich Washi, und wo liegen die Grenzen?

Washi entfaltet seine Wirkung am stärksten bei reduzierten, grafischen Motiven und bei Porträts, weil die sichtbare Faserstruktur sich über das Bild legt und ihm eine eigene Textur gibt. Auch Stillleben und monochrome Arbeiten profitieren davon. Bei Landschaften mit feinen Details oder Motiven, die von hoher Schärfe leben, kann genau diese Struktur aber auch ablenken statt tragen.

Bei der Farbbrillanz zeigt sich die Kehrseite dieser Haptik: Washi erreicht nicht den Punch und die Tiefe glatter Baryta- oder Pearl-Papiere, weil die unregelmäßige Faser Licht anders streut als eine glatte, glänzende Beschichtung. Bei den Pearlescent-Varianten kannst du das über die Tonwertkurve ausgleichen, oft reicht eine Erhöhung der Bilddichte um etwa 10 bis 20 Prozent, damit der Schimmer Kontrast und Farbsättigung nicht schluckt.

Gut zu wissen: Wer zwischen Charakter und Farbbrillanz unentschlossen ist, druckt am besten dasselbe Motiv einmal auf Washi und einmal auf einer glatten Pearl- oder Baryta-Oberfläche. Der Unterschied zeigt sich am eigenen Bild schneller als in jeder Beschreibung.

Ist Washi mit deinem Drucker kompatibel, und wie handhabst du es?

Die ILFORD-Beschichtung auf den Washi-Papieren ist für die gängigsten Dye- und Pigment-Tintenstrahldrucker ausgelegt, darunter Modelle von Epson, Canon und HP, vom Desktopgerät bis zum Großformatsystem. Für die farblich präziseste Ausgabe nutzt du am besten die passenden ICC-Profile von der offiziellen ILFORD-Website, statt dich auf die generische Papiereinstellung deines Druckertreibers zu verlassen.

Handgeschöpftes Washi bringt eine unregelmäßige Blattdicke und teils gerissene Büttenränder mit, die du beim Einlegen etwas vorsichtiger behandelst als glattes Fotopapier. Fasse die Bögen an den Rändern an, halte sie vor dem Druck staubfrei und prüfe bei sehr leichten Grammaturen wie den 90-Gramm-Varianten, ob dein Drucker einen geraden Papierweg für empfindliche Medien anbietet. Eine Musterpackung speziell für die Washi-Serie führt der Shop aktuell nicht.

Wie bestellst du Washi-Papier bei FineArt-Partner?

Bestellt wird direkt über die jeweilige Produktseite: Format, Bogenanzahl und bei Torinoko 110 auch die Rollenbreite wählst du dort aus, bevor der aktuelle Preis angezeigt wird. Weil Preise und Verfügbarkeiten sich im Shop laufend ändern, insbesondere bei den neuen 2026er-Papieren im Vorbestellstatus, lohnt sich vor dem Kauf immer ein Blick auf die Produktseite selbst statt auf ältere Preisangaben.

FineArt-Partner ist offizieller ILFORD-Händler und berät dich persönlich, welches Washi zu Motiv und Drucker passt und wie du es am besten präsentierst, ob als Einzelbogen für ein Porträt oder als Rollenware für eine Serie. Einen Überblick über die weiteren Fine-Art-Kategorien im Sortiment gibt der Beitrag „Fine-Art Papier kaufen: Sorten, Marken & Empfehlung“.

Washi als bewusste Entscheidung im FineArt-Portfolio

Washi ist ehrlich gesagt nicht die brillanteste Oberfläche im Sortiment. Du greifst dazu, weil dein Motiv von der sichtbaren Faser und der jahrhundertealten Handwerkstradition lebt, mehr als von maximalem Kontrast oder Farbtiefe.

Fang lieber klein an, mit einem Testdruck: ein Bogen Echizen 90 neben einem Torinoko 110, dasselbe Motiv, direkter Vergleich. So siehst du innerhalb einer Stunde, welches Washi zu deinem Bild passt, statt es nur auf einer Produktseite zu erahnen.

Häufige Fragen zu Washi-Papier

Eignet sich Washi-Papier auch für Farbfotografie, oder nur für Schwarzweiß?

Für beides, nur eben mit unterschiedlicher Wirkung. Schwarzweiß-Motive profitieren besonders von den Warmtone- und Torinoko-Varianten, während Farbmotive mit kräftigem Kontrast auf glatteren Pearl- oder Baryta-Papieren oft brillanter wirken als auf der stärker strukturierten Washi-Oberfläche.

Kann ich Washi-Papier auch als Rolle statt als Einzelbogen kaufen?

Nur Washi Torinoko 110 ist aktuell als Rolle verfügbar, in den Breiten 24 Zoll und 44 Zoll. Die handgeschöpfte Tesuki-Washi-Echizen-Serie sowie die neuen 2026er-Papiere gibt es ausschließlich als Einzelbögen.

Worin unterscheidet sich Fine-Art-Washi von normalem Bastel- oder Origami-Washi?

Fine-Art-Washi trägt eine spezielle ILFORD-Beschichtung für Dye- und Pigmenttinte und ist auf reproduzierbare Farbwerte im Inkjetdruck ausgelegt. Bastel- oder Origami-Washi hat diese Beschichtung nicht, ist meist nicht säurefrei geprüft und für den Fotodruck ungeeignet.